Wald- / Offenlandübergänge

Drinnen und Draußen – natürliche Übergänge

Nicht drinnen und auch nicht draußen, sondern genau richtig. Hier bieten die südexponierten bewaldeten Hänge - die natürlichen, höher gelegenen Randstrukturen des Überschwemmungsgebietes der Wümme - einen wertvollen Lebensraum für Wildbienen. Diese Bereiche sind sonnendurchflutet und bieten verschiedene Niststrukturen. Ebenso reichhaltig ist auch das Blühangebot der Niederung in diesen wenig genutzten Randlagen, die nicht durch mechanische und chemische Eingriffe belastet werden. Also alles auf engstem Raum: Nistplätze und Futterpflanzen mit Pollen und Nektar.

Können Sie Bienen + Wespen unterscheiden?
Tipp zum Mitmachen.
Honigbiene: Hinterbeine hängen im Flug herunter und haben dort verbreiterte, mitten glänzende Beinsegmente (Sammelkörbchen), an dem der feuchte, mit Nektar vermischt Pollen transportiert wird. Hummeln: Pollen wird auch feucht (mit Nektar vermischt) im Sammelkörbchen am Hinterbein transportiert. Hinterbeine sind im Flug angelegt. Körper ausgesprochen plüschig behaart und sehr lange Mundwerkzeuge. Solitäre Wildbienen: Hinterbeine im Flug angelegt. Pollen wird trocken am schmalen Hinterbein oder bei manchen Arten auch unter dem Bauch oder an anderen Körperteilen transporiert. Wespen: Sammeln keinen Pollen, sondern jagen Tiere zur Fütterung des Nachwuchses. An Blüten wird der zuckerreiche Nektar („Flugbenzin“) zur Eigenversorgung gesammelt.

Breite, sukzessive Übergängszonen sind Hotspots der Artenvielfalt und besonders förderungswürdig.

Welche Arten kommen vor?
In diesen abwechslungsreichen Strukturen kommt eine Vielzahl von Arten vor, die dort ihre Nist- und/ oder Nahrungshabitate finden. Typisch sind Sandbienen, Mauerbienen, Pelzbienen, Blattschneiderbienen, Scherenbienen, Furchenbienen, Seidenbienen,  Schmalbienen, Maskenbienen, Hummeln und auch parasitische Kuckucksbienengattungen wie Blut- oder Wespenbienen. Dazu kommen diverse sehr kleine bis große solitäre Grab-, Feld-, Weg- und Faltenwespenarten. Selbstverständlich finden hier auch Honigbienen eine sehr gute Nahrungsversorgung.

Fachtexte erstellt und Copyright von Dipl. Biol. Rolf Witt, Umwelt- & Medienbüro Witt, www.umbw.de
Texte der Stadt Rotenburg erstellt von Dipl. Biol. Elisabeth Quentin

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