Streuobstwiese

Ein Paradies für Bienen

Sind Steuobstwiesen Wiesen, auf denen Obst ausgestreut wird? Nein. Es sind Wiesen oder Weiden, über die verschiedene Obstgehölze weit verstreut wachsen. Es sind alte, von Menschen geschaffene Kulturlandschaften, die eine Mehrfachnutzung mit Beweidung von Haustieren in Kombination mit Obstanbau bieten. Alte, robuste Hochstamm-Obstsorten wie Äpfel, Birnen, Kirschen, Pflaumen, aber auch Nüsse finden dort ihren Platz. Gleichzeitig können Schafe und Ziegen, junge Rinder, Schweine oder Geflügel die Pflege des artenreichen Grünlandes übernehmen.
Beim Heimathaus wurde eine Streuobstwiese angelegt, weil sie ursprünglich auf einem Hofgrundstück der Selbstversorgung der bäuerlichen Familie diente. Jetzt wird sie als Biergarten genutzt. Bei sommerlichen Temperaturen spenden die großen Bäume Schatten. Streuobstwiesen gehören zu den artenreichsten Lebensräumen. Bis zu 5.000 Tier- und Pflanzenarten können sich auf einer relativ kleinen Fläche tummeln. Dazu gehören auch Schmetterlinge, Honig- und Wildbienen. Die duftenden Obstbaumblüten locken Insekten an, welche in die Blüten krabbeln, um Nektar zu trinken. Dabei haftet Blütenstaub an ihren haarigen Körpern, gelangt an die Staubgefäße der Blüte und befruchtet sie. Ohne diesen Vorgang gäbe es bald kein Obst mehr! 
Streuobstwiesen als Zuhause für Honig- und Wildbienen 
Damit möglichst viele  unterschiedliche Insekten eine Heimat finden, müssen die Wiesen spät gemäht oder beweidet werden. So kann sich ein artenreicher Blütenflor entwickeln. Als Nistplatz eignen sich hohle Blütenstängel, aber auch Totholz und offene Bodenstellen. Auf dem Heimathausgelände wurde 2018 als Angebot für Bienen eine Schmetterlings- und Bienenmischung ausgesät. Der Imkerverein hat zudem seit 2016 Bienenstöcke aufgestellt.

Willkommen Wild- & Honigbienen! 
Welche Arten kommen vor? 

Charakteristisch sind offenlandbewohnende Arten, die große Pollenmengen benötigen. Zu nennen sind die Gartenhummel aber auch  die seltene gewordenen Grashummeln oder Bunthummeln. Neben den häufigen Roten und Gehörnten Mauerbienen treten einige  spezialisierte Sandbienen- Arten oder sogar Langhornbienen auf. Typische Totholzbewohner sind Scheren-, Löcheroder weitere Mauerbienen-Arten. Unsere größte Wildbiene, die Holzbiene nistet gerne in morschen Stammresten. Größere Baumhöhlen besiedeln  gerne die friedfertigen und nützlichen Hornissen.
Fachtexte erstellt und Copyright von Dipl. Biol. Rolf Witt, Umwelt- & Medienbüro Witt, www.umbw.de
Texte der Stadt Rotenburg erstellt von Dipl. Biol. Elisabeth Quentin
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