Fernmelderegiment 1


Fernmelderegiment 1



Fernmelderegiment angetretenMit dem Aufbau des Heeres der deutschen Bundeswehr wurde am 1. Juli 1956 das Fernmeldebataillon 1 in Hannover als einer der ersten Fernmeldeverbände aufgestellt. Es hatte bei seiner Aufstellung eine Stärke von 7 Offizieren, 35 Unteroffizieren und 82 Mannschaften. Die erste Heimat des Bataillons war die Scharnhorst-Kaserne in Hannover. Ein Jahr später nahm das Bataillon bereits an der ersten NATO-Übung teil und konnte dabei seine Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Im Rahmen eines Standortwechsels im gleichen Jahr bezog das Bataillon die Prinz-Albrecht-Kaserne in Hannover-Bothfeld. Am 1. Juli 1960 wurde die Fernmeldeausbildungskompanie 2./1 im Verband des Bataillons aufgestellt. Sie übernahm ab dem 1. Oktober 1960 die Rekrutenausbildung. In den folgenden 30 Jahren wurde das Bataillon mehrfach umgegliedert und mit neuem Fernmeldegerät und Fahrzeugen ausgestattet. Der Auftrag blieb dabei aber immer derselbe, nämlich die 1. Panzerdivision mit der Bereitstellung von führungsfähigen Fernsprech- und Funkverbindungen zu unterstützen. Erst mit der Wiedervereinigung Deutschlands im Jahre 1990 und den sich anschließenden grundlegenden Umstrukturierungsmaßnahmen der deutschen Streitkräfte kamen auch auf das Fernmeldebataillon 1 größere Veränderungen zu.

Der Umzug in die Lent-Kaserne.
Am 30 Juni 1994 fand der Auflösungsappell für das Fernmeldebataillon 1 in der Prinz-Albrecht-Kaserne in Hannover statt. Gleichzeitig erfolgte die Indienststellung des Stabs- und Fernmeldebataillons 1, dessen Auftrag darin bestand die Führungsbereitschaft des Großverbandes Wehrbereichskommando II / 1. Panzerdivision sicherzustellen. Diese neue Dienststelle wurde aus dem alten Fernmeldebataillon 1, Teilen des ehemaligen Fernmeldebataillons 11 sowie aus Kräften des aufgelösten Fernmelderegiments 120 Elektronischer Kampfführung aufgestellt. Die neue Heimat des Bataillons wurde die Lent-Kaserne in Rotenburg (Wümme).

Teil der 1. Panzerdivision.
Mit Wirkung vom 1. Juli 2003 wurde aus dem Stabs- und Fernmeldebataillon 1 im Rahmen der Umstrukturierung zum „Heer der Zukunft“ wieder das Fernmeldebataillon 1. Das Unterstellungsverhältnis wechselte unmittelbar zur 1. Panzedivision in Hannover.  Das Bataillon stellte die Führungsfähigkeit der 1. Panzerdivision bei Übungen und im Einsatz sicher und war damit ein militärischer Telekommunikationsdienstleister. Durch die Umstrukturierung „Neues Heer“ wurde das Fernmeldebataillon 1 am 1. Juli 2006 schließlich zum Fernmelderegiment 1 umgegliedert. Es ist damit das einzige Fernmelderegiment der gesamten Bundeswehr.Die angesprochenen Aufgaben des Fernmeldebataillons 1 wurden weiterhin in geänderter Struktur wahrgenommen.

Das Fernmelderegiment 1 heute.
Die Aufträge der 1. Kompanie, als Stabs- und Versorgungseinheit, und der 8. Kompanie, als Ausbildungseinheit, blieben nahezu unverändert. Aus der 2. Kompanie, der Gefechtsstandkompanie, wurden zwei neue Gefechtsstandkompanien, die dem veränderten Gefechtsstandkonzept der 1. Panzerdivision als „Division Eingreifkräfte“ Rechnung tragen sollen. Die 4. bis 7. Kompanie des Regiments wurden als gemischte Fernmeldekompanien geplant, so dass in jeder dieser Kompanien alle Führungsmittel, VHF, HF, AUTOKO und SATCOM, vorhanden sind. Diese Struktur gewährleistet eine höhere Flexibilität beim Einsatz der Kräfte des Fernmelderegiment 1 im Rahmen des Aufgabenspektrums als Verband der Eingreifkräfte.


Gliederung Fernmelderegiment 1

Organigramm



Soldaten 2011: 
41 Offiziere
365 Unteroffiziere
696 Mannschaften
Gesamtzahl: 1.101 Soldaten

Der Begriff „Eingreifkräfte“ steht dabei für weltweite Einsatzmöglichkeit, vor allem im Rahmen von Konflikten mit hoher Intensität. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, setzt das Fernmelderegiment 1 auf kontinuierliche Verbesserung und Leistungssteigerung. Im Rahmen von zahlreichen, großangelegten Übungen, aber vor allem auch in den Auslandseinsätzen konnte das Regiment sein Potential bereits unter Beweis stellen und agiert somit getreu seinem Schlachtruf:

„NUMMER – EINS, JEDER – ZEIT, ALLES – KLAR“


Das Wappen des Fernmelderegiments 1

RegimentswappenAls Verbandsabzeichen trägt das Fernmelderegiment 1 einen mit silberner Kordel umrahmten, gelb und weiß gespaltenen Schild, in dessen Mitte das Niedersachsenross mit rotem Hintergrund abgebildet ist. Dieser rote Schild wird im Hintergrund von zwei Blitzen diagonal gekreuzt, welche die Fernmeldetruppe symbolisieren. Dieses Verbandsabzeichen ist mit dem der 1. Panzerdivision, dem übergeordneten Verband des Fernmelderegimentes, mit Ausnahme der beiden Blitze identisch.Das weiß-gelbe Schild basiert auf den Farben des alten hannoverschen Militärs, dem langjährigen Standort des Verbands. Das weiße, springende Pferd auf rotem Schild ist das Wappenbild der Niedersachsen. Die Integration des Landeswappens in das Verbandsabzeichen des Fernmelderegimentes 1 bringt die Verbundenheit des Verbandes mit dem Bundesland Niedersachsen zum Ausdruck.

(Texte und Abbildungen mit freundlicher Genehmigung Kdr FmRgt. 1)

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